Berlin – Tattoos, Food, Friends & Feiern (Tag 2)

Samstag, 24.02.2018. Wir erwachen von den Toten. Gar nicht mal so spät. Ich glaube, es ist 10.00.
Wir sind am Verhungern. Bis wir alle jedoch geduscht, angezogen und geschminkt sind vergehen schon mal die Minuten, oder Stunden. Ich gehe als erste duschen und schaffe es trotzdem als letzte fertig zu werden. #livingtheslowlife

Gegen 12 machen wir uns dann an einem super schön sonnigen, aber klirrend kalten Samstag Mittag auf, um brunchen zu gehen. Am Weg zu dem kleinen französischen Bistro, das wir ansteuern, kommen wir an einem Markt vorbei. Wir würden hier bestimmt länger hängen bleiben, würden wir nicht a) erfrieren und b) verhungern.

Eigentlich hab ich richtig Lust auf ein fancy Frühstück. Aber es gibt dort SO VIELE verschiedene Kuchen & Tartes, dass ich wohl oder übel eine nehmen muss. Dazu Kaffee und der Tag ist ON.

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Das ganze Café ist super cute eingerichtet und es arbeiten indeed nur Franzosen und Französinnen drinnen, was natürlich alles viel authentischer macht.

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Während dem Früchstück verbringe ich 90 % der Zeit auf Pinterest und suche nach Inspiration. Für ein neues Tattoo. YAS. WIR GEHEN TÄTTOOWIEREN. Und zwar noch spannender, nicht nur ich. Nein, auch Lauri will ihr erstes machen.
Nicht weit von Michis Wohnung ist ein Studio, da wollen wir gleich nach dem Frühstück hinschauen. Aber ich wusste, as always, wiedermal gar nicht, was ich mir denn gleich stechen lassen soll.

Ich habe vor ein paar Jahren angefangen auf Reisen Tattoos zu sammenln. Ich versuche sie klein zu halten, sonst habe ich bald keinen Platz mehr für neue. Bis November 2017 haben mir aus Stockholm und Berlin allerdings noch Tattoos gefehlt, was ja eigentlich gar nicht geht, weil ich da mehrmals im Jahr bin. Im November habe ich dann Stockholm abhaken können und jetzt dann hoffentlich auch endlich Berlin. Manche haben Bedeutung, manche nicht. Das bin ich nicht so zimperlich und auch oft richtig spontan. Es kam auch schon vor, dass ich am Weg zum Termin nicht wirklich wusste, was es denn werden soll. 

Also steuern wir nach Kaffee & Kuchen das Studio an und fragen erst Mal, ob sie heute überhaupt noch Zeit haben uns zu stechen. Lucky as we are … geht es natürlich sofort. Ich wusste immer noch nicht ganz, was es denn werden soll. (Vor alle hab ich in Amsterdam im Sommer zwei gemacht, statt nur einem. In Stockholm im November das gleiche.) Und irgendwie wollte ich wieder zwei. Aber nachdem ich eigentlich nicht mal ein Motiv hatte …

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Wir müssen auf unseren Tättoowierer warten. Der ist gerade irgendwas holen. Perfekt, etwas mehr Zeit mir Motive zu überlegen.
Laura und ich haben kurz davor geredet, ob wir nicht Pinky Promise Hände zusammen machen wollen. Das haben wir dann jetzt also fest gelegt. Ich denke, geplant war das Tattoo kleiner. Da die Hände aber zu komplex für eine kleiner Darstellung sind, haben die Tattoos jetzt doch an die 10cm Durchmesser. Ich frag die Laura noch einmal, ob sie sich sicher ist, dass sie das machen will. Ist ja doch ihr erstes und für ihre Verhältnisse, wie soll man sagen … sehr yolo. Sie sagt ja. Dann machen wir das.
Ich sage noch zu ihr, dass sie als erste dran muss, sonst überlegt sie zu viel während ich dran bin und macht es dann doch nicht. Und dann steh ich allein da mit dem Freundschaftstattoo (haha). Außerdem konnte ich mir dann noch was zweites überlegen während sie gestochen wird!

Laura fängt in der Tat an. Ich hab bis zum letzten Moment gewartet, ob sie noch einmal zurück schreckt. Aber sie zieht’s durch, legt sich hin, hält meine Hand und schwupps, hat sie ihr erstes Tattoo am linken Unterschenkel. (Ich werde es aber am rechten Oberarm machen.) Währenddessen habe ich mich dazu entschieden an meinem rechten Handgelenk, wo ich innen drei Striche habe, außern sechs Punkte zu machen. Als sie fertig ist, komme ich dran und binnen 20 Minuten habe ich Tattoo 13 und 14.

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So frisch beckt, geht’s zurück in Michis Wohnung, denn NOANA KOMMT. Goood hab ich sie lange nicht gesehen, fast 1 1/2 Jahre nicht mehr. Und sie war gerade am Weg zu Michi. Schub schub.
Als sie endlich da ist, entscheiden wir uns noch einmal in die Kälte hinaus zu gehen und Kaffee zu trinken. Wir machen uns auf den Weg ins Silo. Ein super cutes Café in Friedrichshain. Ich habe wieder ein bisschen Hunger. Zwar eigentlich nicht so viel Hunger, um das zu bestellen, was ich gleich bestellen werde, aber genug um einen Blick in die Karte zu werfen. Der Mann neben uns bekommt jedoch das Non Plus Ultra einer Speise auf den Tisch gestellt. Es hatte einfach alles, was delicious war. Also bestellte ich auch „The Silo“-Sandwich.

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Das Brot war einfach belegt mit zwei weiche Eiern, Bacon, Pesto, Feta und Guacamole. YUM. Und Das Café selbst war, wie so gut wie jedes andere Lokal in Berlin, gutes Instagram Material.

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Nach unserem eigentlich nicht sehr produktiven Samstag, es ist mittlerweile schon 17.00, meinte Michi, sie will sich noch hinlegen bevor wir abends feiern gehen wollen. Sonst schafft sie das nicht. Noana musste weiter zu Freunden und Laura wollte unbedingt zu Sephora schauen, um Kat van D Sachen zu besorgen. Also machen wir beide uns auf den Weg zum Alexanderplatz um noch Speed Shoppen zu betreiben. Als wir am Ostkreuz ankommen, um die S-Bahn zum Alex zu nehmen, geht gerade die Sonne unter.

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Als wir dann aussteigen ist sich Gott sei Dank doch noch ein kleines sneaky Tourifoto ausgegangen. Sonst hat man ja am Ende gar nichts, das man den Eltern zeigen kann, gell?

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Als wir uns wieder auf den Weg zurück machen, telefoniere ich mit Michi. Wir treffen uns in einem Falafel Take Away Ding, essen da und kaufen am Weg zu ihrer Wohnung  noch Alkohol ein für die Nacht.

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Anfangs sind wir sehr lange zu dritt. Laura meint schon länger, dass sie Kopfweh hat und nicht weiß, ob sie fortgehen will. Michi meint sie ist eigentlich auch müde. Ich so: Nooooooooooo. Ich war seit Wochen so motiviert feiern zu gehen. Gerade in Berlin, wo die Clubs von Donnerstag Abend bis Montag Früh durchgehen geöffnet haben, wo richtig gute DJs auflegen und die Möglichkeiten endless sind.
Zum Glück fehlt ja noch Lilly. Sie kommt so gegen 22.00 Uhr zu uns und ist des Todes motiviert. YAS haha. Bis halb 3 stehen / sitzen wir grölend in der Küche und hören die trashigste Musik wo gibt. Aber Lilly hat es in der Tat geschafft Michi wieder zu motivieren. Veronika, Michis Mitbewohnerin, die eigentlich den ganzen Abend geschlafen hat, war das kurzerhand auch noch motiviert und dann waren wir doch 4 motivierte Mädls. Laura hat immer noch Kopfweh und entscheidet sich dazu zu Hause zu bleiben. Also holen wir und gegen 02.45 ein Uber, das uns Zur Wilden Renate bringt.

Kurz vor 03.00 steigen wir aus dem Auto und DAMN, die Schlange ist ewig. Also richtig lange. Aber wir wollten da nun rein, also stellten wir uns an. Es war so unglaublich kalt, alleine nach 5 Minuten warten und keinem Meter weiter vorne, dachte ich, mir fallen meine Gliedmaßen ab. Gegen 03.30 hat sich eine Gruppe von 15 (?) Assis einfach versucht vorzudrängeln. Der Zorn und die Ärgernisse haben im Nachhinein betrachtet wenigstens von der Kälte abgelenkt. Allerdings ist auch meine Motivation langsam verflogen. Es ist mittlerweile 03.50. Wir warten fast eine Stunde.

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Wir waren allerdings schon ziemlich weit vorne und ich wollte irgendwie nicht „aufgeben“ und Heim fahren. Um 04.00 Uhr kommen wir dann endlich rein. Wir gehen zur Kassa, bezahlen unseren Eintritt, bekommen die Sticker, mit denen wir all unsere Handykameras abkleben müssen, und gehen feiern.

Es ist 08.00 Uhr. Wir gehen. Wir haben quasi durchgetanzt, sind totmüde und wollen ins Bett. Ich rufe uns ein Uber und wir fahren durch’s mittlerweile sehr helle Berlin Richtung nach Hause.

Ich habe mich selten so auf dieses Bett gefreut:

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